Wir meinen: Das passt.

Fragen und Antworten zu den Sondierungsgesprächen

Angesichts dynamischer Veränderungen im Finanzdienstleistungssektor wollen die Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland und die Zevener Volksbank eG im Zuge einer Verschmelzung die Weichen für eine gemeinsame und erfolgreiche Zukunft als starke genossenschaftliche Regionalbank stellen: Eine neue Volksbank soll entstehen.

Der Zusammenschluss soll nach den Vorstellungen der Vorstände beider Häuser zum 1. Januar 2023 erfolgen. Die letzte Entscheidung liegt aber bei der jeweiligen  Vertreterversammlung, dem wichtigen Organ in der genossenschaftlichen Rechtsform, die hierüber im Herbst 2022 entscheiden wird.

Nachdem in diesen Tagen die Aufsichtsräte beider Banken in getrennten Sitzungen jeweils einstimmig „grünes Licht“ für weitere Gespräche gegeben haben, werden die Vorstände auch die nächsten Schritte partnerschaftlich und konstruktiv einleiten. Mit der erfolgreichen Fusion der zwei Kreditinstitute würde eine große und starke genossenschaftliche Regionalbank im Elbe-Weser-Dreieck entstehen.

Von der größeren Einheit versprechen sich die zwei benachbarten Banken Vorteile für alle Seiten. Ein wichtiges Ziel ist dabei der Erhalt der Kundennähe. Neben der wachsenden digitalen Präsenz erlauben die vorhandenen Gebäude eine dezentrale Struktur und sichern die dauerhafte Präsenz genossenschaftlicher Finanzdienstleistungen in der Region. So werden auch in Zukunft persönlicher Service, qualifizierte Beratung und schnelle Entscheidungen vor Ort gewährleistet sein.

Beverstedt und Zeven, im März 2022

Uwe Kordes, Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland
Frank Koschuth, Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland
Jochen Johannsen, Zevener Volksbank eG
Sascha Steffen, Zevener Volksbank eG

Fragen & Antworten

Warum ist die Fusion mit der Zevener Volksbank eG sinnvoll?
  •  Wir haben mit unserer Nachbarbank einen fairen und ebenfalls wirtschaftlich starken Partner.
  • Seit vielen Jahren bestehen vertrauensvolle Kontakte.
  •  Die geschäftspolitische Ausrichtung ist ähnlich.
  • Beide Banken sind betriebswirtschaftlich gesund und stehen vor identischen Herausforderungen.
  •  Der Zusammenschluss kann aus einer Position der Stärke erfolgen – und zwar auf Augenhöhe.
Was ist das Ziel der Fusion?
  • Gemeinsames Ziel beider Banken ist es, unsere erfolgreichen genossenschaftlichen Geschäftsmodelle mit gemeinsamer Kraft weiterzuentwickeln und zukunftssicher zu machen.
  • Der avisierte Zusammenschluss ermöglicht eine starke genossenschaftliche Regionalbank im gemeinsamen Wirtschaftsraum – für Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen.
Was ist der Nutzen der Fusion?

Fokus „Kunde“

  • Im Mittelpunkt stehen steigende Kundenanforderungen an eine moderne Genossenschaftsbank, die u. a. eine noch zügigere Umsetzung von Innovationen erfordert.
  • Gemeinsam wird es uns leichter fallen das zu bewahren, was beide Kreditinstitute bereits heute auszeichnet … die besondere Nähe zu unseren Kunden, gepaart mit qualitativ hochwertigen Beratungsleistungen und passgenauen Lösungen.
  • Das fusionsbedingt höhere Eigenkapital erleichtert die Erfüllung regulatorischer Anforderungen und schafft darüber hinaus Raum für neue Höchstkreditgrenzen, die wir der mittelständischen Wirtschaft als verlässlicher Finanzierungspartner zum Ausbau unserer Marktanteile zur Verfügung stellen werden.
  • Sehr schlanke Prozesse werden uns noch schnellere Entscheidungen ermöglichen.
  • Unsere vorhandenen Gebäude erlauben uns auch weiterhin eine dezentrale Struktur.
  • In Verbindung mit unserer erhöhten digitalen Präsenz gewährleisten wir so auch in Zukunft persönlichen Service und qualifizierte Beratung.

Fokus „Mitarbeiter“

  • Durch das größere Haus entsteht ein noch attraktiverer Arbeitgeber, der allen Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze und spannende berufliche Perspektiven bietet.
  •  Junge Menschen profitieren von einem starken Ausbilder.
  • Die neue Bankgröße ist zudem für potenzielle Bewerber attraktiv, was die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter in einem immer enger werdenden Arbeitsmarkt erleichtert.

Fokus „Bank“

  • Mit der künftigen Betriebsgröße sind wir durch verstärkte Spezialisierung in der Lage, die wachsenden Herausforderungen (komplexere Kundenanforderungen, beschleunigte digitale Transformation, demografischer Wandel, zunehmende Regulierungsdichte, Margen- und Kostendruck ...) noch besser zu meistern.
  • Stichwort „Regulierung“: Kreditinstitute werden durch den Gesetzgeber vor immer komplexere und arbeitsintensivere Herausforderungen gestellt.
  • Mit dem Zusammenschluss zu einer genossenschaftlichen Regionalbank können wir diese Anforderungen besser bewältigen, Doppelarbeiten vermeiden und Kosten senken.
  • Die so frei werdenden Budgets wollen wir dort investieren, wo Mitglieder und Kunden profitieren: In Beratungszeit, moderne Kommunikations- und Vertriebswege sowie die Unterstützung von Vereinen und Initiativen vor Ort.
  • Kurz gesagt: Mittel- und langfristig erwarten wir aufgrund ähnlicher Strukturen beider Banken eine höhere Produktivität.
Ist auch eine Fusion mit anderen genossenschaftlichen Banken vorgesehen?
  • Wir konzentrieren uns auf die Fusionsgespräche zwischen beiden Banken.
  • Dafür haben wir von den Aufsichtsräten jeweils einstimmig das Mandat erhalten.
  • Weitere Überlegungen gibt es dazu nicht.
  • Was die Zukunft bringt, ist offen.
Wer wird die juristisch aufnehmende Bank sein?
  • Das ist für den Fusionserfolg von nachrangiger Bedeutung.
  • Wir sprechen deshalb auch nicht von einer Fusion unterschiedlicher Größenordnungen, sondern von einer Fusion identischer Herausforderungen
  • Gleichwohl braucht es aus juristischer Sicht eine „aufnehmende“ Bank.
  • Das soll die Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland eG sein.
Wo ist der juristische Sitz der fusionierten Bank?
  • Auch das ist aufgrund juristischen Anforderungen zu entscheiden, für den Fusionserfolg jedoch ebenfalls von nachrangiger Bedeutung.
  • Juristischer Sitz des Fusionshauses soll Beverstedt sein.
  • Das bedeutet aber nicht, dass dort der alleinige Standort aller Abteilungen ist.
Wie sieht künftig die Zusammensetzung des Vorstands aus?
  • An der Führungsspitze sind keine personellen Veränderungen vorgesehen.
  • Die heutigen Vorstände Jochen Johannsen und Sascha Steffen (jeweils Zevener Volksbank eG) sowie Frank Koschuth und Uwe Kordes (jeweils Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland) sollen auch die Geschicke des fusionierten Hauses lenken.
Wie setzt sich der künftige Aufsichtsrat zusammen?
  • Vereinbart ist, dass der Aufsichtsrat der fusionierten Bank zu Beginn 15 Mitglieder haben wird, d. h. 11 Mitglieder aus dem Kreis der Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland und 4 Mitglieder für den Bereich der Zevener Volksbank eG.
  • Als Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Stephan Schulze-Aissen, heutiger Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank eG Bremerhaven-Cuxland, vorgesehen.
  • Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender soll Ulf Tabel, heutiger Aufsichtsratsvorsitzender der Zevener Volksbank eG, werden.
Welche Auswirkungen hat der Zusammenschluss für die Mitarbeiter?
  • Mit dem geplanten Zusammenschluss sichern wir verantwortungsvolle Arbeitsplätze langfristig in der Region.
  • Zudem bieten wir unseren Mitarbeitern spannende berufliche Perspektiven, z. B. durch einen höheren Grad fachlicher Spezialisierung.
  • Wir schließen betriebsbedingte Kündigungen durch die Fusion aus.
  • Jeder Mitarbeiter ist für den gemeinsamen Erfolg wichtig.
Was passiert mit den Geschäftsstellen und Ansprechpartnern?
  • Ein wichtiges Ziel ist der Erhalt der Kundennähe.
  • Neben der kontinuierlich wachsenden virtuellen Nähe gehören dazu ganz maßgeblich unsere Geschäftsstellen.
  • Auch im fusionierten Haus setzen wir auf persönlichen Service, qualifizierte Beratung und schnelle Entscheidungen vor Ort.
  • Gleichwohl: Über die Geschäftsstellen entscheiden letztlich unsere Mitglieder und Kunden mit ihrer Nutzung.
Droht fusionsbedingt ein Verlust persönlicher Ansprechpartner für unsere Kunden?
  • Vertraute Ansprechpartner bleiben erhalten.
  • Beide Häuser zeichnen sich bereits heute durch eine hohe personelle Kontinuität aus.
Droht fusionsbedingt ein Verlust an Vorstandsnähe vor Ort?
  • Vorstände werden wie bisher an beiden Hauptstandorten in Beverstedt und Zeven präsent sein.
Droht fusionsbedingt ein Verlust regionaler Identität?
  • Beide Banken haben ihre Wurzeln im gleichen Wirtschaftsraum.
  • Eine Vielzahl der Mitarbeiter ist heute und bleibt auch künftig regional eingebunden/verwurzelt.
  • Die größer werdende Bank bekennt sich zu einer dezentralen Marktausrichtung in den Regionen.
  • Regionale Entscheidungskompetenzen werden durch schlanke Prozesse und noch schnellere Entscheidungen gestärkt.
  • In der nun anstehenden Projektarbeit werden wir einen Ausbau dezentraler Kompetenzen prüfen.
Worauf haben sich Mitglieder und Kunden einzustellen?
  • Auf unsere Mitglieder und Kunden kommen kurzfristig keine Veränderungen zu.
  • Alle GiroCards und IBAN können wie gewohnt verwendet werden.
  • Auch die weiteren Fusionsvorbereitungen werden im Kundengeschäft nicht zu spüren sein.
  • Denn das sind interne Projektarbeiten, in die Mitarbeiter beider Banken eingebunden werden.
  • Natürlich haben wir im weiteren Verlauf zu prüfen, in welchem Umfang sich die ausgegebenen Kontonummern in beiden Häusern überschneiden.
  • Wir gehen derzeit davon aus, dass sich der daraus resultierende Aufwand in Grenzen hält.
  • Sollte es zu Umstellungen kommen, werden wir selbstverständlich rechtzeitig informieren und unsere Kunden unterstützen.
  • Bis dahin ist aber noch genügend Zeit.
Weniger Einfluss der Mitglieder auf die Bank über veränderte Vertreterstruktur/-quote?
  • Bislang wurden Entscheidungen in der Regel mit klaren Mehrheiten getroffen.
  • Die Interessen der Mitglieder standen und stehen im Vordergrund.
  • Auch künftig werden die Mitglieder der Genossenschaft im gewohnten Verhältnis 75 : 1 durch gewählte Vertreter in der jährlichen Vertreterversammlung repräsentiert.
Weniger Förderung von Kommunen (Gewerbesteuer)?
  • Das Gewerbesteueraufkommen wird an die Kommunen im Geschäftsgebiet nach der Lohnsumme je Standort verteilt und fließt nicht einer Kommune ausschließlich zu.
  • Unsere vorhandenen Gebäuderessourcen werden wir auch im fusionierten Haus konsequent nutzen.
  • Folglich verändern sich sowohl die regionale Verteilung der Mitarbeiterzahl als auch das kommunale Gewerbesteueraufkommen nicht wesentlich.
Weniger Förderung der Vereine vor Ort?
  • Bürgerschaftliches Engagement ist und bleibt uns wichtig – Vereine und Initiativen vor Ort werden wir also im gewohnten Umfang fördern.
Kosten Fusionen nicht erst einmal Geld?
  • Grundsätzlich ja, aber …
  •   (Nutzen) mit der künftigen Betriebsgröße sind wir in der Lage, die wachsenden Herausforderungen (komplexere Kundenanforderungen, beschleunigte digitale Transformation, demografischer Wandel, zunehmende Regulierungsdichte, Margen- und Kostendruck ...) noch besser zu meistern
  • … mittel- und langfristig erwarten wir eine höhere Produktivität, da wir bestimmte Aufgaben gemeinsam einmal erledigen statt zweimal und getrennt.
  • Kurz gesagt: Mittel- und langfristig wird es aufgrund ähnlicher Strukturen beider Banken zu Kosteneinsparungen kommen, wodurch wir den demografisch bedingten Verlust von Mitarbeitern einfacher kompensieren können.
Führen Fusionen nicht prinzipiell zur Einschränkung der Leistungsfähigkeit?
  • Nein, im Gegenteil: Weitere Spezialisierungen sorgen für mehr Qualität.
  • Wir bewahren das, was uns auszeichnet, und entwickeln es weiter mit noch passgenaueren Lösungen
Wie ist der weitere Werdegang der Fusion?
  • Die Vertreter wurden bereits schriftlich benachrichtigt.
  • Darüber hinaus werden die Vertreter laufend auf unterschiedlichen Wegen über weitere Details informiert.
  • Die Beschlussfassung zur Fusion ist in den außerordentlichen Vertreterversammlungen im Herbst 2022 geplant.
  • Das Fusionshaus soll juristisch rückwirkend zum 01.01.2023 entstehen.
  • Dabei sollen im Zuge des operativen Zusammenwachsens vor allem die Mitarbeiter beider Häuser intensiv einbezogen werden.